Wirklich, er war unentbehrlich!
7 Februar 2010
Überall, wo was geschah
zu dem Wohle der Gemeinde, er war tätig, er war da.
Tennisstunde, Golf und Polo,
Hauptbilanz, Quartalsbericht, Vorstandssitzung, Konferenzen,
ohne ihn da ging es nicht.
Ohne ihn war nichts zu machen,
keine Stunde hatt´er frei.
Gestern, als sie ihn begruben, war er richtig auch dabei.
(Wilhelm Busch)
One Response
leave one →
Ja, jeder Mensch ist dafür geschaffen, DIE HAUPTROLLE IN SEINEM LEBEN zu spielen. Und was tun wir? Wir drängen ihn ständig von einer Statistenrolle in fremden Leben in die nächste! Der Kindergärtnerin muss ers recht machen und der KIGA-Leiterin, der Lehrerin und der Katechetin, dem Schulleiter und dem Hausmeister, dem Busfahrer und dem starken Uwe aus der Klasse über ihm.
Seine Buchstaben muss er in eine grauenhafte Schreibschablone zwängen mit seiner Nachbarin soll er nicht reden – auch wenn die ihm im Gegensatz zur Lehrerin wirklich was zu sagen hätte. Und damit er sich an den Unterrichtsvolltzug gewöhnt und ans Einfügen, hilft man ihm mit Strafaufgaben. Man lässt nichts aus, um ihn vollständig von sich selbst abzubringen. Falls er noch einen Rest dumpfer Hoffnung hegt, dass er im Leben doch noch mal so gut schreiben könnte, dass jemand wenigstens einmal zu ihm sagt: “Du bist gut.”, muss der unbedingt sofort mittels Diagnose und Förderung plattgewalzt werden. Wo die Wissenschaft keine Hoffnung erkennen kann, erlaubt sie auch keine.
So sind wir alle ein Leben lang auf der Suche nach uns selbst und finden uns nicht, weil man uns ja von klein auf von uns abgelenkt hat. Als Ich-kann-Schule-Lehrer habe ich eine andere Vorstellung von Schule, Lernen und Leben. Ich weiß, dass jede Weiche jederzeit neu gestellt werden kann: durch Autosuggestion (in der hohen Qualität von E.Coué). Nicht der Lehrplan, nicht die Unterrichtsvorbereitung, nicht die ganze Anstrengung sondern: NUR DES GEISTES KRAFT ALLEIN SCHNEIDET IN DIE SEELE EIN. (W.Busch).
Ich grüße freundlich.
Franz Josef Neffe